Die junge Republik

Nach der Unabhängigkeit brauchte die neue Nation Bilder ihrer Helden, ihrer Bauten und ihrer Ideale – und entlehnte dafür die Formen der Antike.

Die Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der Krieg gegen Großbritannien schufen ein neues Land, das eine eigene Bildwelt brauchte. Künstler erhielten den Auftrag, die Anführer und Ereignisse der Revolution festzuhalten. Porträts von George Washington wurden geradezu zu nationalen Ikonen, und Historienbilder schilderten die großen Augenblicke, etwa die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung.

Die Architektur orientierte sich an den Republiken der Antike. Säulen, Giebel und Kuppeln sollten zeigen, dass die USA eine neue Republik im Geist von Rom und Athen waren. Thomas Jefferson entwarf sein Haus Monticello und die University of Virginia selbst in einem klassischen Stil, und der Bau des Kapitols in Washington wurde 1793 begonnen. Der Stil heißt Federal Style und später Greek Revival.

Die Malerei wurde weiterhin vom Porträt beherrscht. Gilbert Stuart malte Washington mehrmals, und eines seiner unvollendeten Porträts ziert noch heute den Ein-Dollar-Schein. Charles Willson Peale malte, erfand und gründete eines der ersten Museen des Landes. Kunst sollte nützlich und erzieherisch sein, nicht nur dekorativ.