Neolithikum: Keramik und Jade

Die ersten Bauern am Gelben Fluss und am Jangtse fertigten bemalte Keramik und schliffen Jade mit einer Präzision, die bis heute verblüfft.

In China begann die Landwirtschaft vor etwa 9 000 Jahren, mit Hirse im Norden und Reis im Süden. Die Dorfbewohner der Yangshao-Kultur stellten rote Keramik her, die mit Spiralen, Fischen und Gesichtern in Schwarz und Rot bemalt war.

Weiter östlich fertigte die Longshan-Kultur dünnwandige, schwarze Gefäße auf der Töpferscheibe – so dünn, dass man sie Eierschalenkeramik nennt. In der Liangzhu-Kultur an der Jangtse-Mündung schliff man Jade zu Ringen und Röhren, Bi und Cong, denen vermutlich eine rituelle Bedeutung zukam.

Jade war schwer zu bearbeiten: Man kann sie nicht behauen, sondern muss sie mit Sand schleifen. Die Objekte zeugen von einer Gesellschaftsordnung mit Eliten, Ritualen und spezialisierten Handwerkern, lange vor der Erfindung der Schrift.