Heian: die verfeinerte Welt des Hofes
In der Hauptstadt Kyoto schuf der Hof eine raffinierte Kultur aus Dichtung, Bilderrollen und dem ersten Roman – „Die Geschichte vom Prinzen Genji“.
Als die Hauptstadt nach Heian-kyō, dem heutigen Kyoto, verlegt wurde, begann Japan, eine eigene, weniger von China abhängige Stilrichtung zu entwickeln. Die japanische Silbenschrift Kana ermöglichte es den Hofdamen, Gedichte und Romane zu schreiben.
Murasaki Shikibus „Die Geschichte vom Prinzen Genji“, um 1000 verfasst, wurde im 12. Jahrhundert in Bilderrollen, den Emaki, im Yamato-e-Stil illustriert. Die Dächer sind abgehoben, sodass wir in die Räume hineinblicken, und die Gesichter sind vereinfacht, mit Strichen für die Augen und einem Haken für die Nase.
Die buddhistische Lehre vom Reinen Land versprach die Wiedergeburt in Amidas Paradies. Das Byōdō-in mit der Phönixhalle wurde als Abbild des Paradieses auf Erden errichtet.
- Kūkai, Mandalas und die zornvollen Gottheiten
- Jōchō und die zusammengesetzten Statuen
- Wie eine Bilderrolle gemalt und gelesen wird
- Kalligrafie, Lack und die ersten gebogenen Schwerter
- Ō-yoroi: die Rüstung des berittenen Bogenschützen
- Genauer betrachtet: Die Phönixhalle des Byōdō-in
- Die Hofdamen: Murasaki, Sei Shōnagon und die Schrift der Frauen
- Das Reine Land und die Bilder von Amidas Ankunft
- Schreine und Götter aus Holz
- Nachleben: Genji durch tausend Jahre
- Jōchō