Vorgeschichtliche Kunst
Der Mensch fertigt seit mindestens 40 000 Jahren Bilder an – lange bevor er schreiben konnte.
Die ältesten bekannten Bilder sind Handabdrücke und Tiere, die auf Höhlenwände in Europa und Indonesien gemalt wurden. In den Höhlen von Lascaux, Chauvet und Altamira bewegen sich Pferde, Auerochsen und Bisons über die Wände, gemalt mit Ocker, Kohle und Mangan im flackernden Licht von Fettlampen.
Gleichzeitig entstanden kleine Figuren aus Stein, Knochen und Elfenbein, wie die Venus von Willendorf. Was sie bedeuteten, wissen wir nicht: Jagdzauber, Fruchtbarkeitsriten oder Erzählungen. Sicher ist nur, dass die Bilder wichtig genug waren, um mit großem Geschick angefertigt zu werden.
Als vor etwa 10 000 Jahren der Ackerbau aufkam, veränderte sich die Kunst. Die Menschen errichteten Megalithen wie Stonehenge, verzierten Keramik und ritzten Bilder in Felsplatten – auch in Schweden, wo die Felsritzungen von Tanum in Bohuslän zum Weltkulturerbe gehören.
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