Bada Shanren

Bada Shanren
黄安平, Public domain

Der exzentrische Prinz.

Bada Shanren war ein Nachkomme der Ming-Kaiser und wurde nach dem Fall der Dynastie Mönch. Seine Fische und Vögel mit zornigen Augen werden als Protest gedeutet.

Bada Shanren wurde 1626 in Nanchang in der Provinz Jiangxi mit dem Namen Zhu Da geboren. Er war ein Nachkomme des Begründers der Ming-Dynastie und gehörte einem Zweig der Kaiserfamilie an. Er erhielt eine gelehrte Erziehung und zeigte früh Talent für Malerei und Dichtung. Als die Ming-Dynastie 1644 fiel und die mandschurischen Qing-Herrscher die Macht übernahmen, wurde seine Herkunft lebensgefährlich.

Um zu überleben, wurde er 1648 buddhistischer Mönch und lebte viele Jahre im Kloster. Um 1680 durchlebte er eine schwere Krise. Den Quellen zufolge benahm er sich wie ein Verrückter, lachte und weinte und schrieb das Zeichen für „stumm“ an seine Tür. Ob es sich um eine echte Krankheit, um Trauer oder um eine Strategie handelte, ist unklar. Danach verließ er das Klosterleben und lebte als Maler in Nanchang. Den Namen Bada Shanren, etwa „Bergbewohner der Acht Weiten“, begann er um 1684 zu verwenden. Seine Signatur ist so geschrieben, dass sie sich sowohl als Zeichen für Weinen als auch für Lachen lesen lässt.

Bada Shanren malte vor allem Vögel, Fische, Lotosblumen, Felsen und schlichte Landschaften. Die Bilder bestehen aus wenigen, sicheren Pinselstrichen und großen leeren Flächen. Die Tiere sind seltsam: Vögel, die auf einem Bein balancieren, Fische, die in der Luft zu schweben scheinen, und oft Augen, die nach oben oder zur Seite starren, mit zornigem oder verächtlichem Blick. Viele haben die Bilder als stillen Protest gegen die Qing-Herrschaft gedeutet, doch das ist eine Interpretation.

Sein Stil war ungewöhnlich frei und persönlich, und er zählt zu den großen Individualisten der frühen Qing-Zeit. Er beeinflusste spätere Maler stark, darunter die Exzentriker von Yangzhou im 18. Jahrhundert und moderne Meister wie Qi Baishi und Zhang Daqian. In Nanchang gibt es heute ein ihm gewidmetes Museum.