Albert Edelfelt

Finnlands erster internationaler Star.
Albert Edelfelt gelang in Paris mit Freilichtmalerei der Durchbruch, und er porträtierte Louis Pasteur. Er wirkte auch in Finnland.
Albert Edelfelt wurde 1854 auf dem Gut Kiala bei Porvoo in Finnland geboren. Sein Vater war Architekt und aus Schweden eingewandert. Albert studierte zunächst in Helsinki und an der Kunstakademie in Antwerpen. 1874 kam er nach Paris, wo er an der École des Beaux-Arts bei Jean-Léon Gérôme studierte.
Er begann mit Historienmalerei, ging aber bald zu realistischer Freilichtmalerei über. „Begräbnis eines Kindes“ („Ett barns likfärd“) von 1879, in dem eine Familie einen kleinen Sarg über einen finnischen See rudert, wurde zum Durchbruch und befindet sich heute im Ateneum in Helsinki. Er wurde einer der ersten nordischen Künstler, die sich in Paris wirklich durchsetzten.
Der große Erfolg kam mit dem Porträt von Louis Pasteur in seinem Labor von 1885. Es wurde vom französischen Staat gekauft und befindet sich heute im Musée d'Orsay in Paris. Zu seinen beliebtesten Werken gehört auch „Im Jardin du Luxembourg“ von 1887 mit Kindern und Kindermädchen im Sonnenlicht, das dem Ateneum gehört.
Edelfelt arbeitete mit sorgfältiger Zeichnung und hellen, natürlichen Farben. Er bewegte sich mühelos zwischen den Pariser Salons und finnischen Schärenmotiven und verbrachte die Sommer in Haikko bei Porvoo. Außerdem illustrierte er Runebergs „Fähnrich Ståls Erzählungen“. Er war ein großzügiger Kollege und förderte jüngere Künstler, darunter Helene Schjerfbeck und Akseli Gallen-Kallela.
Edelfelt starb 1905. Er trug wesentlich dazu bei, dass Finnland als Kulturnation sichtbar wurde, in einer Zeit, in der das Land ein Großfürstentum unter russischer Herrschaft war. In Finnland gilt er als einer der größten Künstler des 19. Jahrhunderts.