Per Hasselberg

Per Hasselberg
Axel Hjertström, Karlskrona – Ronneby (Fotoateljé i båda städerna), Public domain

Der Frosch und der Großvater.

Per Hasselberg war einer der großen schwedischen Bildhauer des 19. Jahrhunderts. Mit „Der Frosch“ und „Das Schneeglöckchen“ verband er französische Skulptur mit schwedischem Empfinden.

Per Hasselberg wurde 1850 geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Südschweden auf. Er begann als Lehrling bei einem Ornamentbildhauer und kam so über das Handwerk in den Beruf. In Stockholm studierte er dann in den 1870er-Jahren an der Akademie der Künste.

1876 reiste er nach Paris, wo er etwa zehn Jahre blieb. Er studierte bei dem Bildhauer François Jouffroy und ließ sich von der weichen, lebendigen Modellierung der französischen Skulptur beeindrucken. In Paris schuf er 1881 „Das Schneeglöckchen“ („Snöklockan“), ein junges nacktes Mädchen, das zusammengekauert wie eine eben aufgeblühte Blume sitzt. Das Werk wurde im Pariser Salon ausgestellt und fand große Beachtung.

Hasselbergs Stärke war die Fähigkeit, Stein und Bronze wie warme, lebendige Haut erscheinen zu lassen. Er verband französische Eleganz mit Motiven aus der nordischen Natur und dem Volksglauben. Am bekanntesten ist „Der Frosch“ („Grodan“) von 1889, eine junge Frau, die wie ein sprungbereites Tier in der Hocke sitzt. Sowohl „Das Schneeglöckchen“ als auch „Der Frosch“ befinden sich im Nationalmuseum. „Der Großvater“ („Farfadern“) zeigt einen alten Mann mit einem kleinen Kind und gehört zu seinen volkstümlichsten Werken.

Er stand den Opponenten (Opponenterna) nahe und verkehrte mit den Malern der schwedischen Künstlerkolonie in Paris. Sein Leben war dennoch von finanzieller Unsicherheit geprägt. Er starb bereits 1894, nur 44 Jahre alt.

Hasselberg gilt als Erneuerer der schwedischen Skulptur Ende des 19. Jahrhunderts. Er zeigte, dass ein schwedischer Bildhauer sich mit den französischen Meistern messen konnte, und bereitete den Weg für die nächste Generation, darunter Christian Eriksson und Carl Milles.