Franz Marc

Franz Marc
Franz Marc, Public domain

Der Maler der blauen Pferde.

Franz Marc gründete mit Kandinsky den Blauen Reiter und malte Tiere in symbolischen Farben. Er fiel 1916 bei Verdun.

Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Sein Vater war Landschaftsmaler. Er wollte zunächst Theologie, dann Philosophie studieren, entschied sich aber für die Kunst und studierte an der Kunstakademie in München. Reisen nach Paris 1903 und 1907 brachten ihn mit dem Impressionismus und van Gogh in Berührung.

Die Tiere wurden früh sein großes Motiv. Er war der Ansicht, dass die Tiere in einer reineren Harmonie mit der Natur lebten als der Mensch. Er studierte ihre Anatomie genau, wollte aber darstellen, wie sie die Welt erlebten, nicht nur, wie sie aussahen.

Die Freundschaft mit dem Künstler August Macke ab 1910 wurde wichtig. In einem Brief an ihn formulierte Marc eine eigene Farbenlehre, in der Blau für das Geistige und Männliche stand, Gelb für das Sanfte und Weibliche und Rot für die Materie. Deshalb malte er blaue Pferde und gelbe Kühe. „Blaues Pferd I“ von 1911 befindet sich im Lenbachhaus in München und „Gelbe Kuh“ aus demselben Jahr im Guggenheim-Museum in New York.

Gemeinsam mit Kandinsky gründete er 1911 den Blauen Reiter und gab im Jahr darauf den gleichnamigen Almanach heraus. Unter dem Einfluss von Kubismus und Futurismus wurden die Formen in kristalline, durchscheinende Flächen aufgebrochen. „Tierschicksale“ von 1913, eine düstere Vision der Zerstörung, befindet sich im Kunstmuseum Basel. „Der Turm der blauen Pferde“ verschwand am Ende des Zweiten Weltkriegs und ist nie wieder aufgetaucht.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete sich Marc freiwillig. Er fiel im März 1916 bei Verdun, 36 Jahre alt. Im Krieg füllte er noch ein Skizzenbuch mit Zeichnungen. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus, und seine blauen Pferde gehören zu den bekanntesten Bildern der modernen Kunst.