Xu Beihong

Xu Beihong
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Der Maler der Pferde und des Realismus.

Xu Beihong studierte in Paris und brachte europäische Anatomie und Realismus in die chinesische Tuschemalerei. Er leitete die Kunstakademie in Peking.

Xu Beihong wurde 1895 in Yixing in der Provinz Jiangsu geboren. Sein Vater war Maler und Lehrer und gab ihm eine grundlegende Ausbildung in Tuschemalerei und Kalligrafie. Nach dem Tod des Vaters musste er früh die Familie durch Unterrichten und Zeichnen ernähren. Er zog nach Shanghai und kam mit reformfreudigen Intellektuellen in Kontakt.

1919 reiste er mit einem staatlichen Stipendium nach Paris und studierte an der École nationale supérieure des beaux-arts. Er zeichnete nach lebendem Modell, kopierte im Louvre und reiste durch Europa, unter anderem nach Berlin. Er kam zu der Überzeugung, dass die chinesische Malerei im Kopieren alter Meister erstarrt sei und europäischen Realismus, Anatomie und Beobachtung brauche.

Nach seiner Rückkehr 1927 wurde er ein führender Lehrer und wollte westliche Technik mit chinesischen Materialien verbinden. Er malte große historische Motive in Öl, wie „Tian Heng und seine fünfhundert Männer“, und in Tusche, wie „Der alte Mann, der Berge versetzte“. Am bekanntesten ist er dennoch für seine Pferde in Tusche, oft galoppierend, in denen er genaue Anatomie mit schnellen, ausdrucksstarken Pinselstrichen verbindet. Während des Krieges gegen Japan verkaufte er Werke in Südostasien und Indien, um Geld für Kriegsopfer zu sammeln.

Nach 1949 wurde er der erste Rektor der Zentralen Kunstakademie in Peking. Er starb 1953. Seine Auffassung von Realismus und Zeichnung prägte die chinesische Kunstausbildung über Jahrzehnte und war von großer Bedeutung für den sozialistischen Realismus in China. In Peking gibt es ein ihm gewidmetes Museum.