Eileen Gray

Eileen Gray
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Eileen Gray war eine irische Designerin in Paris, die für Lackarbeiten und Möbel bekannt wurde und dann das Haus E-1027 am Mittelmeer entwarf. Sie stellte eine nur technische Moderne infrage und wollte vom menschlichen Körper und vom Alltag ausgehen.

Eileen Gray wurde 1878 in Enniscorthy in Irland in eine aristokratische Familie geboren. Sie studierte an der Slade School of Fine Art in London, als eine der ersten Frauen dort. 1902 zog sie nach Paris, wo sie beim Handwerker Seizo Sugawara die japanische Lacktechnik erlernte. Ihre Lackparavents und Möbel waren gefragt, und 1922 eröffnete sie mit der Galerie Jean Désert ein Geschäft, in dem sie ihre Möbel und Teppiche verkaufte. Sie hatte keine Ausbildung als Architektin, lernte aber durch den Architekten Jean Badovici und durch eigene Studien.

Gemeinsam mit Badovici entwarf sie E-1027 in Roquebrune-Cap-Martin, erbaut 1926–1929, eines der meistbewunderten Häuser der Moderne. Sie gestaltete Möbel wie den Bibendum-Sessel, den Tisch E-1027 und Paravents aus Lack und Rohr. Außerdem baute sie ihr eigenes Haus Tempe à Pailla in Castellar, 1932–1934, und fertigte Entwürfe für Wohnhäuser und ein Kulturzentrum, die nie gebaut wurden. Le Corbusier zeigte eines ihrer Projekte in seinem Pavillon auf der Ausstellung in Paris 1937.

Gray zog sich zurück und geriet fast in Vergessenheit, doch in den 1970er-Jahren wurde sie wiederentdeckt. Sie starb 1976 im Alter von 98 Jahren in Paris. Ihre Möbel erzielen heute hohe Preise, und 2009 wurde ein Sessel von ihr für mehr als 20 Millionen Euro verkauft. Sie ist zu einem Symbol für die Frauen geworden, die in der Architekturgeschichte lange unsichtbar gemacht wurden, und E-1027 wurde restauriert und für Besucher geöffnet.