Zaha Hadid

Zaha Hadid
Original architectural work: Zaha Hadid Depiction: Interfase, PD

Zaha Hadid entwarf lange Zeit Projekte, die als unbaubar galten. Mit der Vitra-Feuerwache, dem MAXXI in Rom und dem Heydar-Aliyev-Zentrum in Baku wurde sie zur bekanntesten Architektin der Welt und zur ersten Frau, die den Pritzker-Preis erhielt.

Zaha Hadid wurde 1950 in Bagdad in eine wohlhabende Familie geboren. Sie studierte Mathematik an der American University of Beirut und danach Architektur an der Architectural Association in London, wo Rem Koolhaas und Elia Zenghelis ihre Lehrer waren. Nach dem Abschluss 1977 arbeitete sie in deren Büro OMA. 1980 eröffnete sie ein eigenes Büro in London. Bekannt wurde sie durch Gemälde und Zeichnungen, die von den russischen Suprematisten inspiriert waren und in denen Gebäude zersplittern und durch den Raum fließen.

1983 gewann Hadid den Wettbewerb um The Peak in Hongkong, der nie gebaut wurde. Ihr erster Bau war 1993 die Feuerwache bei Vitra in Weil am Rhein mit scharfkantigen Betonscheiben. Es folgten unter anderem das Rosenthal Center for Contemporary Art in Cincinnati, das BMW-Zentralgebäude in Leipzig, das Phaeno in Wolfsburg, das MAXXI in Rom, das Opernhaus in Guangzhou, das London Aquatics Centre für die Olympischen Spiele 2012 und das Heydar-Aliyev-Zentrum in Baku. Mit ihrem Mitarbeiter Patrik Schumacher entwickelte sie eine parametrische Architektur aus fließenden Formen.

Hadid erhielt 2004 als erste Frau den Pritzker-Preis und 2016 die Royal Gold Medal des Royal Institute of British Architects. Sie starb 2016 unerwartet in Miami. Ihr Büro, Zaha Hadid Architects, führt die Arbeit fort. Ihre Bauten wurden wegen hoher Kosten und wegen Aufträgen für autoritäre Regime kritisiert, doch sie gilt als eine der wichtigsten Architektinnen um die Jahrtausendwende und hat Frauen den Weg in den Beruf geebnet.