Herzog & de Meuron

Jacques Herzog und Pierre de Meuron arbeiten seit 1978 zusammen. Mit der Tate Modern in London, dem Vogelnest in Peking und der Elbphilharmonie in Hamburg haben sie gezeigt, wie Material und Fassade zum Kern der Architektur werden können.
Jacques Herzog und Pierre de Meuron wurden beide 1950 in Basel geboren und sind seit der Kindheit befreundet. Sie studierten Architektur an der ETH Zürich, wo sie unter anderem Schüler von Aldo Rossi waren. 1978 gründeten sie ihr Büro in Basel. Seitdem haben sie eng mit Künstlern zusammengearbeitet und interessierten sich früh dafür, wie Fassaden und Materialien Gebäuden einen neuen Ausdruck verleihen können. Das Büro ist zu einem großen internationalen Büro mit mehreren Partnern gewachsen.
Zu den frühen Werken gehört ein Stellwerk in Basel, das in Kupferbänder gehüllt ist. Das Weingut Dominus in Kalifornien hat Wände aus Steinen in Drahtkörben, und das Ricola-Lager in Mulhouse trägt auf das Glas gedruckte Bilder. Die Tate Modern in London, 2000, machte sie weltberühmt. Es folgten das Prada-Gebäude in Tokio, die Allianz Arena in München, das de Young Museum in San Francisco, das Nationalstadion in Peking, genannt Vogelnest, und die Elbphilharmonie in Hamburg, ein Glaskristall auf einem alten Backsteinspeicher.
Herzog und de Meuron erhielten 2001 den Pritzker-Preis. Ihre Arbeit hat keinen einheitlichen Stil, sondern sucht für jede Aufgabe neue Lösungen, oft durch die Arbeit mit Oberflächen, Mustern und Materialien. Sie lehren an der ETH, wo sie das Forschungsinstitut ETH Studio Basel gegründet haben. Das Büro gilt als eines der einflussreichsten der Welt.