Daniel Libeskind

Daniel Libeskind war Musiker und Theoretiker, bevor er etwas baute. Das Jüdische Museum Berlin mit seinen Leerräumen und seiner Zickzackform wurde sein erster Bau und machte ihn weltberühmt.
Daniel Libeskind wurde 1946 in Łódź in Polen geboren. Seine Eltern hatten den Holocaust überlebt. Die Familie wanderte 1957 nach Israel und 1959 nach New York aus. Als junger Mann war er ein begabter Akkordeonspieler. Er studierte Architektur an der Cooper Union in New York und Architekturgeschichte an der University of Essex. In den 1970er- und 1980er-Jahren lehrte er und schuf theoretische Zeichnungen und Projekte, hatte aber noch nichts gebaut, als er 1989 den Wettbewerb um das Jüdische Museum in Berlin gewann.
Das 1999 fertiggestellte Jüdische Museum machte ihn berühmt. Es folgten das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das Imperial War Museum North in Manchester, das erweiterte Militärhistorische Museum in Dresden, wo ein Keil das alte Gebäude durchschneidet, und das Royal Ontario Museum in Toronto. 2003 gewann er nach den Terroranschlägen von 2001 den Wettbewerb um den Masterplan für das Gelände des World Trade Center in New York. Er hat außerdem Wohnhäuser, Einkaufszentren und Hochhäuser in vielen Ländern entworfen.
Libeskind wurde zum Dekonstruktivismus gezählt, der 1988 im MoMA ausgestellt wurde. Seine scharfen, keilförmigen Bauten wurden sowohl gefeiert als auch dafür kritisiert, unabhängig vom Auftrag denselben Ausdruck zu wiederholen. Das Jüdische Museum in Berlin gilt als sein Hauptwerk und hat beeinflusst, wie Museen und Gedenkstätten gestaltet werden. Er führt ein Büro in New York.