Triumphbogen

Triumphbogen, Place Charles-de-Gaulle, Paris
ZeusUpsistos, CC BY-SA 4.0

Napoleon gab den Triumphbogen nach dem Sieg bei Austerlitz in Auftrag, doch er wurde erst 1836 fertig. Er ist 50 Meter hoch und nahezu frei von Säulen, ein römischer Bogen in neuem Maßstab. Zwölf Avenuen strahlen von dem Platz um ihn aus.

Napoleon beschloss 1806 nach dem Sieg bei Austerlitz, der französischen Armee einen Triumphbogen zu errichten. Jean-François Chalgrin entwarf ihn, und noch im selben Jahr wurde der Grundstein gelegt. Der Bau geriet ins Stocken, als Napoleon 1814 stürzte, und Chalgrin war bereits 1811 gestorben. Die Arbeiten wurden in den 1820er-Jahren wieder aufgenommen und unter König Louis-Philippe vollendet, der den Bogen 1836 einweihte. Napoleons Zeit lag da bereits einige Jahrzehnte zurück, und der Bogen sollte nun alle Armeen Frankreichs seit der Revolution ehren.

Der Bogen ist etwa 50 Meter hoch und 45 Meter breit, mit einem großen Bogen in der Mitte und kleineren Querbögen an den Schmalseiten. Er folgt den römischen Triumphbögen, hat aber keine Säulen, was ihn massiv und klar wirken lässt. An den Pfeilern sitzen vier große Skulpturengruppen, von denen François Rudes „Auszug der Freiwilligen 1792“, genannt „La Marseillaise“, die berühmteste ist. Auf der Innenseite der Bögen stehen die Namen von Siegen und Hunderten von Generälen. Oben auf dem Dach gibt es eine Aussichtsterrasse.

Unter dem Bogen wurde 1921 ein unbekannter Soldat des Ersten Weltkriegs bestattet, und seit 1923 brennt auf dem Grab eine ewige Flamme. Der Bogen war Schauplatz von Siegesparaden sowie von Napoleons Trauerzug 1840, Victor Hugos Leichenzug 1885 und der Befreiung 1944. Der Platz um den Bogen hieß Étoile, „Stern“, nach den zwölf Avenuen, die Baron Haussmann von dort ausgehen ließ. Der Triumphbogen ist zu einem Symbol von Paris geworden und wurde in vielen Städten nachgebaut.