Kirche von Dalby

Die Heiligkreuzkirche in Dalby ist wahrscheinlich die älteste erhaltene Steinkirche Skandinaviens. Sie wurde um 1060 erbaut, als Dalby kurzzeitig Bischofssitz war. Unter dem Chor liegt eine Krypta, die so still ist, wie die Kirche schlicht ist.
Als Dänemark um 1060 in neue Bistümer eingeteilt wurde, wurde Dalby für kurze Zeit Sitz eines Bischofs, Egino. Die Kirche wurde damals, um das Jahr 1060, erbaut und ist damit wahrscheinlich die älteste noch stehende Steinkirche Skandinaviens. Sie war Teil einer größeren Anlage mit Königshof und später einem Augustinerkloster. Als 1103–1104 der Erzbischofssitz in Lund eingerichtet wurde, verlor Dalby seine Bedeutung als Bischofssitz. Der Bau hat Mauern aus Sandstein und Kalkstein der Gegend und wurde wohl von Baumeistern mit Vorbildern in Deutschland errichtet.
Die Kirche war ursprünglich eine Basilika mit hohem Mittelschiff und niedrigeren Seitenschiffen, im Westen von einem Westwerk mit Türmen abgeschlossen. Im 12. Jahrhundert wurde der Chor verlängert und darunter eine Krypta angelegt. Die Krypta hat Kreuzgratgewölbe, die von kurzen, kräftigen Pfeilern getragen werden, und erinnert an die Krypta des Doms zu Lund. Später erhielt auch das Mittelschiff Gewölbe.
Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben, und die Anlage wurde Königshof. Teile der Kirche wurden abgerissen, und sie wurde kleiner, als sie gewesen war. Die Kirche wurde mehrfach restauriert, zuletzt mit Rücksicht auf die ältesten Teile. Heute wird sie als Gemeindekirche genutzt. Die Kirche von Dalby zeigt, wie der Steinkirchenbau durch Kontakte zum Deutschen Reich den Norden erreichte und wie die Kirche Teil der Organisation des Landes durch das dänische Königtum wurde.