Grundtvigskirche

Grundtvigskirche, Bispebjerg, Kopenhagen
Haydn Blackey from Cardiff, Wales, CC BY-SA 2.0

Die Grundtvigskirche sieht aus wie eine vergrößerte dänische Dorfkirche mit Treppengiebel, besteht aber aus etwa sechs Millionen gelben Backsteinen. Die Fassade gleicht einer Orgel. Der Kirchenraum ist hell, hoch und nahezu ohne Dekor.

Die Kirche wurde zum Gedenken an den Pfarrer, Liederdichter und Volksbildner N. F. S. Grundtvig errichtet. Peder Vilhelm Jensen-Klint gewann 1913 den Wettbewerb, und der Bau dauerte von 1921 bis 1940. Er starb 1930, und sein Sohn, der Möbelarchitekt Kaare Klint, vollendete die Kirche. Die Wohnhäuser rund um die Kirche wurden ebenfalls von Jensen-Klint entworfen und im selben Backstein gebaut, sodass das Ganze eine kleine Stadt bildet.

Die Kirche ist ganz aus gelbem Backstein gebaut, auch im Inneren, und kaum andere Materialien sind zu sehen. Die Westfassade ist ein hoher Treppengiebel, der mit einer Orgel verglichen wurde. Die Form beruht auf den Kirchen der dänischen Landschaft, aber in monumentalem Maßstab. Der Kirchenraum ist etwa 22 Meter hoch und hat spitzbogige Gewölbe. Der Backstein ist mit großer Sorgfalt verlegt, und Details wie Pfeiler und Gesimse sind aus demselben Material gemauert. Kaare Klint entwarf die Stühle, die zu einem dänischen Designklassiker wurden.

Die Kirche gilt als eines der Hauptwerke des dänischen Expressionismus und der Nationalromantik. Sie zeigt, wie ein einfaches Material, mit handwerklichem Können verlegt, ein starkes architektonisches Erlebnis schaffen kann. Die Kirche wird als Gemeindekirche genutzt und ist ein beliebtes Ziel für Architekten und Besucher.