Kalmarer Dom

Kalmarer Dom, Kalmar
W. Bulach, CC BY-SA 4.0

Tessin d. Ä. entwarf den Dom in der neuen Stadt Kalmar nach dem Vorbild des römischen Barock, mit vier Ecktürmen und Fassaden, die Tempelfronten ähneln. Er wurde aus Öländer Kalkstein gebaut und ist einer der wichtigsten Kirchenbauten der schwedischen Großmachtzeit.

Als Kalmar nach einem Brand 1647 auf die Insel Kvarnholmen verlegt wurde, brauchte die neue Stadt eine Kirche, die die Bedeutung des Bistums und des Reiches zeigte. Nicodemus Tessin d. Ä. hatte in Italien und Frankreich studiert und brachte die Ordnung und Schwere des römischen Barock mit. Der Bau begann 1660 und dauerte über vierzig Jahre, und die Kirche wurde 1703 fertig.

Der Dom hat die Form eines griechischen Kreuzes, verlängert durch Apsiden, und besitzt vier Ecktürme. Über der Vierung war eine große Kuppel geplant, die jedoch nie gebaut wurde. Im Inneren ist der Raum hell und hoch, mit einem Altaraufsatz nach einem Entwurf von Tessin d. J. Die Kirche ist einer der wenigen rein barocken Kirchenbauten Schwedens und zeigt, wie die Großmachtzeit dem Land eine Architektur von europäischem Rang geben wollte.