Lloyd's Building

Lloyd's Building, City of London
Stephen Richards, CC BY-SA 2.0

Der Versicherungsmarkt Lloyd's erhielt ein Haus, bei dem Treppen, Aufzüge und Rohre außen liegen. Im Inneren öffnet sich ein Atrium unter einem gewölbten Glasdach, mit Rolltreppen durch die Geschosse. Das Haus zeigt die Schönheit der Technik und steht in der City wie eine Maschine zwischen den Steinhäusern.

Lloyd's ist seit dem 17. Jahrhundert ein Markt für Versicherungen und brauchte Ende der 1970er-Jahre ein neues Haus. Richard Rogers' Büro gewann den Auftrag 1978, und das Haus wurde 1978–1986 gebaut. Rogers hatte zuvor mit Renzo Piano das Centre Pompidou entworfen und brachte die Idee mit, die Technik nach außen zu legen.

Das Gebäude hat in der Mitte ein großes Atrium, um das herum Bürogeschosse liegen, mit einem gewölbten Glasdach darüber. Rolltreppen durchqueren das Atrium. Treppentürme, Aufzüge, Toiletten und Installationen sitzen in sechs Türmen außen am Haus, sodass die Geschosse im Inneren frei bleiben. Die Fassaden bestehen aus Edelstahl und Glas. Ganz oben befindet sich der Adam Room, ein Speisesaal, den Robert Adam 1763 für das Herrenhaus Bowood House entwarf und der ins Haus versetzt wurde.

Das Lloyd's Building wurde 2011 zum jüngsten Haus in England mit höchster Schutzstufe. Es ist eines der bekanntesten Werke der High-Tech-Architektur und hat viele spätere Bürohäuser beeinflusst. Rogers erhielt 2007 den Pritzker-Preis. Das Gebäude zeigt, wie Architekten Ende des 20. Jahrhunderts Technik und Konstruktion sichtbar machen wollten.