Moderna Museet

Rafael Moneos Museum auf Skeppsholmen ist eine Reihe niedriger Pavillons mit pyramidenförmigen Laternen. Das Gebäude schmiegt sich zwischen die Häuser des 19. Jahrhunderts auf der Insel. Im Inneren erhält die Kunst ein gleichmäßiges Tageslicht von oben.
Das Moderna Museet hatte seit 1958 seine Räume in der alten Exerzierhalle auf Skeppsholmen, und die Sammlungen waren dem Haus entwachsen. 1990–1991 fand ein internationaler Wettbewerb statt, den der spanische Architekt Rafael Moneo gewann. Das Museum wurde 1994–1998 gebaut und im Februar 1998 eröffnet. Zugleich erhielt das Architekturmuseum, heute ArkDes, nebenan neue Räume.
Moneo wollte nicht, dass das Museum Skeppsholmen dominiert, wo mehrere historische Gebäude stehen. Das Gebäude ist deshalb niedrig und besteht aus einer Reihe von Sälen mit pyramidenförmigen Laternen, die Tageslicht einlassen. Die Fassaden sind rötlich und knüpfen an die älteren Gebäude an. Ein langer Gang führt durch das Haus, mit den Sälen auf einer Seite. Die Räume sind unterschiedlich groß, und das Licht von oben sorgt für eine gleichmäßige Beleuchtung der Kunst.
Das Gebäude hatte Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel und war 2002–2004 für Reparaturen geschlossen. Es ist zu einem bekannten Bestandteil des Stockholmer Stadtbilds geworden. Moneo erhielt 1996, während das Museum gebaut wurde, den Pritzker-Preis. Das Moderna Museet zeigt, wie sich ein zeitgenössisches Gebäude durch Maßstab, Licht und Material in ein historisches Umfeld einfügen lässt.