Schloss Sanssouci

Das Sommerschloss Friedrichs des Großen liegt oben auf einem terrassierten Weinberg. Es ist nur ein Geschoss hoch, mit einem ovalen Kuppelsaal in der Mitte und einer Fassade, an der Atlanten und Karyatiden das Dachgesims tragen. Der Name bedeutet „ohne Sorge“.
Friedrich II. von Preußen wollte einen Ort, an den er sich von Berlin und den Regierungsgeschäften zurückziehen konnte. Er skizzierte das Schloss selbst, und Knobelsdorff führte es 1745–1747 aus. Es ist eher ein Lustschloss als eine Residenz: zehn Räume in einer Reihe, alle auf demselben Geschoss, zur Terrasse und zum Garten hin geöffnet.
Die Innenräume zeigen das sogenannte friderizianische Rokoko, mit vergoldeten Ranken, Blumen und Musikinstrumenten in Stuck auf hellen Wänden. Hier unterhielt sich der König mit Voltaire, der einige Jahre in Potsdam wohnte, und spielte bei seinen Konzerten Flöte. Der Park wurde im Laufe von hundert Jahren mit dem Neuen Palais, einem Chinesischen Teehaus und Römischen Bädern erweitert, und die Schlösser und Parks von Potsdam sind Welterbe.