Tändstickspalatset (Zündholzpalast)

Tändstickspalatset (Zündholzpalast), Västra Trädgårdsgatan, Stockholm
Holger.Ellgaard, CC BY-SA 4.0

Ivar Kreugers Hauptverwaltung der Svenska Tändsticksaktiebolaget ist eines der elegantesten Häuser des schwedischen Klassizismus der 1920er-Jahre. Die Fassade ist streng und nahezu schmucklos, doch der Hof und die Innenräume sind voller Kunst. Das Haus spiegelt eine Zeit, in der schwedisches Kapital die Welt erreichte.

Ivar Kreuger baute in den 1920er-Jahren ein weltumspannendes Zündholzmonopol auf. Er beauftragte Ivar Tengbom mit dem Entwurf der Hauptverwaltung, die 1926 bis 1928 am Kungsträdgården gebaut wurde. Tengbom hatte gleichzeitig das Konzerthaus entworfen und war einer der führenden Architekten des schwedischen Klassizismus. Kreuger wollte ein Haus, das die Stärke des Unternehmens zeigte, ohne prunkvoll zu sein.

Das Gebäude hat eine strenge Putzfassade in warmem Farbton mit regelmäßigen Fenstern und wenig Dekoration. Zur Straße hin gibt es ein Portal, und dahinter liegt ein Hof mit Carl Milles’ Bronzeskulptur „Diana“. Die Innenräume sind dagegen sehr reich ausgestattet, mit Marmor, Edelholz und Kunstwerken. Isaac Grünewald malte den Festsaal.

Kreuger erschoss sich 1932 in Paris, als sein Imperium zusammenbrach, und der Kreuger-Krach wurde zu einer der großen Finanzkrisen. Das Haus wurde danach vom Unternehmen und von anderen Mietern genutzt. Das Tändstickspalatset ist eines der besten Beispiele des Nordischen Klassizismus, in dem vereinfachte klassische Formen und reiches Kunsthandwerk in einem modernen Gebäude zusammenfanden.