Postmoderne Design
Farbe, Ironie und Regelbruch – Memphis und die Postmoderne beendeten die Autorität des Funktionalismus.
In den 1970er-Jahren begannen Designer, die strengen Regeln der Moderne infrage zu stellen. Die Ölkrise, die Umweltbewegung und das radikale Design in Italien führten zu neuen Fragen danach, wozu Design eigentlich da ist.
Ettore Sottsass gründete 1981 in Mailand die Memphis-Gruppe. Ihre Möbel waren farbenprächtig, laminiert und beinahe absurd – „Carlton“, ein Bücherregal, das wie eine Figur aussieht, wurde zur Ikone. Memphis zeigte, dass Design Humor und Kommentar sein konnte.
Philippe Starck verlieh dem Designer Starstatus, und postmoderne Architekten wie Michael Graves entwarfen Teekannen für Alessi. Gleichzeitig wuchsen das ökologische Design und die Kritik an der Konsumgesellschaft.
- Radikales Design in Italien
- Venturi und Scott Brown – mehr ist nicht weniger
- Memphis – Laminat, Leopard und Aufruhr
- Designkultur der 1980er-Jahre – und ein schwedischer Betonstuhl
- Der andere Weg: Verantwortung, Ergonomie und weniger, aber besser
- Genauer betrachtet: Der Macintosh und die digitale Form
- Japan und die poetische Form
- Der Norden in der Postmoderne
- Frauen, Kritik und neue Stimmen
- Nachwirkung: von der Schmuddelecke ins Museum
- Ettore Sottsass
- Philippe Starck
- Shiro Kuramata