Anna Boberg

Anna Boberg
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Die Malerin der Lofoten.

Anna Boberg war Künstlerin und Designerin und reiste jedes Jahr auf die Lofoten, um Fischerdörfer und Berge zu malen. Sie war mit dem Architekten Ferdinand Boberg verheiratet.

Anna Boberg wurde 1864 als Anna Scholander in Stockholm geboren. Ihr Vater war der Architekt Fredrik Wilhelm Scholander, und das Elternhaus war erfüllt von Kunst und Musik. Sie studierte kurze Zeit in Paris, war als Malerin aber weitgehend Autodidaktin. 1888 heiratete sie den Architekten Ferdinand Boberg.

Sie war vielseitig und arbeitete als Designerin für Porzellan, Glas und Textilien. Sie entwarf unter anderem für Rörstrand und die Glashütte Reijmyre und arbeitete mit dem Verein Handarbetets vänner zusammen. Sie und ihr Mann arbeiteten oft zusammen und waren Teil des Stockholms des Jugendstils.

Um 1901 kam sie zum ersten Mal auf die Lofoten im Norden Norwegens. Sie war von der Landschaft so beeindruckt, dass sie für den Rest ihres Lebens fast jedes Jahr zurückkehrte. Sie ließ dort eine einfache Hütte bauen und malte Fischerdörfer, Berge, Eis und das Meer im Winterlicht. Oft arbeitete sie im Freien bei Kälte und Wind.

Ihre Bilder von den Lofoten sind kühn, mit starken Kontrasten und breitem Pinselstrich. Sie stellte unter anderem in Paris und Berlin aus und genoss im Ausland einen guten Ruf. In Schweden war die Aufnahme gemischter, und sie galt bisweilen eher als erfolgreiche Amateurin denn als ernsthafte Künstlerin.

Anna Boberg starb 1935. Lange war sie fast vergessen, doch in den letzten Jahren sind ihre Lofotenbilder erneut gezeigt worden und haben neue Wertschätzung erfahren.