Gu Kaizhi

Gu Kaizhi
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Chinas erster bekannter Maler.

Gu Kaizhi war Hofmaler und Theoretiker in der Zeit der Östlichen Jin-Dynastie. Sein Werk ist nur in späteren Kopien bekannt, etwa den „Ermahnungen an die Hofdamen“ im British Museum.

Gu Kaizhi wurde um 344 in Wuxi in der heutigen Provinz Jiangsu geboren und starb um 406. Er lebte in der Zeit der Östlichen Jin-Dynastie, als China zersplittert war und die Gelehrten im Süden Dichtung, Kalligrafie und Malerei weiterentwickelten. Er diente mächtigen Generälen als Berater und galt als witziger und eigenwilliger Mann. Seine Zeitgenossen sagten, er besitze drei vollendete Eigenschaften: Talent, Malerei und Exzentrik.

Kein Werk von seiner eigenen Hand ist erhalten. Er ist durch Texte und durch spätere Kopien bekannt. Die berühmteste ist „Ermahnungen der Hofinstruktorin an die Hofdamen“ im British Museum in London, eine Rolle in Tusche und Farbe auf Seide, die ein Gedicht darüber illustriert, wie sich die Frauen am Hof zu verhalten haben. Sie gilt als sehr frühe Kopie, vielleicht aus dem 5. bis 7. Jahrhundert, doch die Datierung ist umstritten. Die Rolle „Die Göttin des Flusses Luo“, die auf einem Gedicht von Cao Zhi beruht, ist in späteren Kopien erhalten, unter anderem im Palastmuseum in Peking.

Gu Kaizhis Linien sind mit Seidenfäden oder den Fäden verglichen worden, die eine Seidenraupe spinnt: dünn, gleichmäßig und ununterbrochen. Die Figuren sind lang und elegant, mit flatternden Bändern und Gewändern. Er schrieb auch Texte über Malerei. Seiner Ansicht nach soll der Maler den Geist der dargestellten Person erfassen, nicht nur ihr Aussehen, und die Augen seien das Wichtigste. Einer bekannten Erzählung zufolge wartete er jahrelang, bevor er die Augen seiner Porträts malte.

Spätere Autoren zählten Gu Kaizhi bereits zu den ersten großen Malern Chinas. Seine Gedanken über die Vermittlung des Geistes wurden zentral für die chinesische Kunsttheorie, und die „Ermahnungen“ sind eines der ältesten erhaltenen Beispiele chinesischer Rollenmalerei.