Karin Larsson

Die Gestalterin von Lilla Hyttnäs.
Karin Larsson ließ sich zur Malerin ausbilden, widmete sich aber in Sundborn Textilien, Möbeln und Inneneinrichtung. Ihre Formensprache prägt das Bild des schwedischen Heims.
Karin Larsson wurde 1859 als Karin Bergöö in Hallsberg geboren. Sie studierte Ende der 1870er-Jahre an der Akademie der Künste in Stockholm und reiste dann nach Frankreich, um ihre Ausbildung zur Malerin fortzusetzen. In der Künstlerkolonie Grez-sur-Loing traf sie Carl Larsson. Sie heirateten 1883.
Nach der Heirat gab sie das Malen weitgehend auf. Stattdessen wurde das Heim ihr künstlerisches Ausdrucksmittel. Als das Paar 1888 von ihrem Vater den Hof Lilla Hyttnäs in Sundborn erhielt, wurde sie zur treibenden Kraft hinter der Einrichtung. Sie entwarf Möbel, webte, stickte und nähte.
Karin Larssons Textilien waren für ihre Zeit sehr modern. Sie verwendete kräftige Farben und schlichte geometrische Muster, angeregt sowohl von schwedischer Volkskunst als auch von japanischem Design. Sie nähte außerdem praktische und bequeme Kleidung für sich und die Kinder, beeinflusst von der Reformkleidungsbewegung ihrer Zeit.
Das Paar bekam acht Kinder. Karin ist oft in Carl Larssons Aquarellen zu sehen, doch ihr eigener Beitrag blieb lange unsichtbar. Sie schuf einen großen Teil der Umgebung, die er in dem Buch „Ett hem“ („Ein Heim“) berühmt machte.
Karin Larsson starb 1928. In den letzten Jahren hat die Forschung sie als eigenständige Designerin und als Pionierin dessen hervorgehoben, was später „svensk form“ („schwedische Form“) genannt wurde. Ihre Arbeiten sind im Carl-Larsson-Haus (Carl Larsson-gården) in Sundborn zu sehen.