Lennart Rodhe
Die Männer von 1947 und der schwedische Konkretismus.
Lennart Rodhe war einer der Männer von 1947 und schuf große Werke im öffentlichen Raum, unter anderem im Postamt von Östersund.
Lennart Rodhe wurde 1916 in Stockholm geboren. Er studierte an Otte Skölds Malschule, die in den 1930er- und 1940er-Jahren eine wichtige Pflanzstätte für junge Modernisten in Stockholm war. In den Kriegsjahren tastete er sich zu einer immer stärker vereinfachten und geordneten Bildsprache vor.
1947 nahm er an der Ausstellung „Junge Kunst“ (Ung konst) in Stockholm teil, in der eine Gruppe junger Maler konkrete Kunst zeigte, also Kunst, die aus reinen Formen und Farben aufgebaut ist. Die Teilnehmer erhielten den Spitznamen „die Männer von 1947“ (1947 års män). Rodhes Bilder waren dennoch selten ganz abstrakt. Er ging oft von wirklichen Motiven aus, etwa Landschaften, Menschen und Gegenständen, und verwandelte sie in rhythmische Muster aus Linien und Farbflächen.
Rodhe befasste sich viel mit Kunst im öffentlichen Raum und monumentaler Malerei und war der Ansicht, dass Kunst Teil der alltäglichen Umgebung sein sollte. Seine großen Wandgestaltungen im Postamt von Östersund gehören zu den bekanntesten Beispielen. Er schuf auch viel Grafik, Textilkunst und Mosaiken.
Er war ein bedeutender Lehrer und Professor an der Kunsthochschule in Stockholm und prägte viele jüngere Künstler. Rodhe starb 2005. Er gilt als einer der wichtigsten schwedischen Künstler jener Generation, die den Konkretismus nach Schweden brachte und ihm einen persönlichen, lyrischen Ton gab.