Fredrik Blom
Fredrik Blom war Architekt der Marine und der führende Name des Karl-Johan-Stils. Er entwarf das Schloss Rosendal auf Djurgården und entwickelte montierbare Holzhäuser, die versetzt werden konnten, lange bevor Vorfertigung ein Begriff wurde.
Fredrik Blom wurde 1781 in Karlskrona geboren und wuchs an der Werft der Marine auf, wo sein Vater tätig war. Er ließ sich an der Kunstakademie in Stockholm und bei der Marine ausbilden, wo er Konstruktion und Schiffbau lernte. Er erhielt eine Stelle als Architekt der Marine und arbeitete an Bauten auf Skeppsholmen und in Karlskrona. Später wurde er Professor an der Kunstakademie und einer der meistbeschäftigten Architekten Stockholms zur Zeit Karls XIV. Johann.
Blom entwarf für Karl XIV. Johann das Schloss Rosendal, gebaut 1823–1827, und die Skeppsholmskirche, eine Zentralkirche mit Kuppel, die 1842 eingeweiht wurde. Er arbeitete auch an Gebäuden für die Marine. Mit seinem Hintergrund an der Werft entwickelte er ein System montierbarer Holzhäuser, bei dem Wände und Decken in der Werkstatt hergestellt wurden und aufgestellt und versetzt werden konnten. Die Häuser wurden an Kunden in Schweden und im Ausland verkauft.
Blom starb 1853. Er gilt als der führende Architekt des Karl-Johan-Stils, einer schwedischen Variante des französischen Empire mit hellen Farben, einfachen Baukörpern und klassischen Details. Seine montierbaren Häuser werden gern als frühe Beispiele vorgefertigten Bauens in Schweden hervorgehoben. Das Schloss Rosendal und die Skeppsholmskirche zeigen, wie er königlichen Anspruch mit Schlichtheit und einem fast ingenieurmäßigen Sinn für Konstruktion verband.