Schloss Rosendal

Das Lustschloss Karls XIV. Johann auf Djurgården ist eines der besten Beispiele für das schwedische Empire, den Karl-Johan-Stil. Das Haus ist niedrig und elegant, mit klassischen Details und einer Ausstattung, die fast vollständig aus den 1820er-Jahren erhalten ist.
Karl XIV. Johann, der frühere französische Marschall Jean Baptiste Bernadotte, wurde 1818 König von Schweden. Er wünschte sich einen Sommersitz in der Nähe der Stadt und ließ 1823 bis 1827 Schloss Rosendal auf Djurgården bauen. Fredrik Blom, Architekt bei der Marine, entwarf das Haus. Blom war dafür bekannt, versetzbare Fertigholzhäuser entwickelt zu haben, und er war einer der meistbeschäftigten Architekten der Zeit Karl Johanns.
Das Schloss ist ein niedriger, breiter Bau mit klassischen Details, ein typischer Zug des schwedischen Empire. Die Ausstattung ist ein in sich geschlossenes Beispiel für den Karl-Johan-Stil, die schwedische Variante des französischen Empire. Die Möbel sind aus Mahagoni oder helleren Holzarten mit vergoldeten Details, die Wände tragen gemalte Dekorationen und drapierte Textilien, und in den Decken finden sich Gemälde mit antiken Motiven und Szenen aus dem Leben des Königs. Im Park steht die große Rosendalsvase aus Porphyr aus Älvdalen, wo der König das Porphyrwerk besaß.
Das Schloss wird von der Königlichen Verwaltung von Djurgården betreut und ist im Sommer für Führungen geöffnet. Es gehört zu den am besten erhaltenen königlichen Interieurs des frühen 19. Jahrhunderts in Schweden. Rosendal zeigt, wie die Formensprache des französischen Empire den schwedischen Verhältnissen angepasst wurde: mit einer zurückhaltenderen Architektur und hellen, warmen Räumen.