Lluís Domènech i Montaner

Lluís Domènech i Montaner
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Lluís Domènech i Montaner war Architekt, Lehrer und Politiker in Barcelona. Sein Konzerthaus Palau de la Música Catalana und das Krankenhaus Sant Pau sind katalanischer Modernisme in seiner reichsten Form, erfüllt von Keramik, Glas und Skulptur.

Lluís Domènech i Montaner wurde 1850 in Barcelona als Sohn eines Buchbinders und Verlegers geboren. Er studierte Architektur in Barcelona und Madrid und wurde 1875 Lehrer an der neuen Architekturschule in Barcelona, die er später viele Jahre lang leitete. Er war einer der Wortführer der katalanischen Kulturbewegung, der Renaixença, und engagierte sich politisch für die katalanische Selbstverwaltung. 1878 schrieb er einen Essay über die Suche nach einer nationalen Architektur, in dem er für einen modernen Stil auf der Grundlage katalanischer Traditionen eintrat.

Für die Weltausstellung in Barcelona 1888 entwarf er ein Café mit Restaurant, heute das Zoologische Museum, in dem er mit sichtbarem Backstein und Eisen experimentierte. Er richtete Werkstätten ein, in denen Handwerker Keramik, Schmiedekunst und Glas erprobten. Seine wichtigsten Werke sind der Palau de la Música Catalana, 1905–1908, und das Krankenhaus Sant Pau, eine Stadt aus Pavillons, die durch unterirdische Gänge verbunden sind und 1902–1930 gebaut wurde. Außerdem entwarf er die Casa Lleó Morera am Passeig de Gràcia und das Institut Pere Mata in Reus.

Domènech starb 1923 in Barcelona. Er war zusammen mit Antoni Gaudí und Josep Puig i Cadafalch einer der drei großen Architekten des katalanischen Modernisme. Der Palau de la Música und Sant Pau wurden 1997 zum Welterbe erklärt. Sein Werk zeigt, wie Architektur zum Ausdruck einer nationalen Kultur werden konnte, wonach auch die Nationalromantik im Norden zur selben Zeit suchte.