Lars Sonck

Lars Sonck
Daniel Nyblin, Public domain

Lars Sonck entwarf den Dom von Tampere und das Haus der Telefonaktiengesellschaft in Helsinki aus grobem Granit. Seine Nationalromantik verband mittelalterliche finnische Kirchen, amerikanische Architektur und die finnische Natur.

Lars Sonck wurde 1870 in Kälviä in Österbotten geboren und wuchs in Finström auf Åland auf, wo sein Vater Pfarrer war. Er studierte Architektur am Polytechnischen Institut in Helsinki und schloss 1894 ab. Schon als Student gewann er den Wettbewerb um die Michaeliskirche in Turku. Er reiste durch Europa und studierte mittelalterliche Kirchen und Burgen. Außerdem entwarf er seine eigene Sommervilla in Finström, die aus Rundholz erbaute Lasses villa.

1900 gewann Sonck den Wettbewerb um die Johanneskirche in Tampere, heute der Dom, die 1902–1907 aus grob behauenem Granit gebaut wurde. In Helsinki entwarf er das Haus der Telefonaktiengesellschaft, 1903–1905, und das Börsengebäude, außerdem die Kallio-Kirche mit einem hohen Turm, der über der Stadt zu sehen ist. Er entwarf Villen, Sanatorien und Stadtpläne. Seine Architektur war geprägt von der Schwere des Steins und von Tier- und Pflanzenmotiven aus der finnischen Natur.

Sonck starb 1956. Er gilt als der vielleicht konsequenteste Architekt der finnischen Nationalromantik. In den 1910er-Jahren wurde sein Stil klassischer, mit dem Wandel der Zeit. Er entwarf auch die Villa Ainola von Jean Sibelius in Järvenpää, ein Blockhaus, das zu einem Symbol der finnischen Kultur wurde. Sein Werk zeigt, wie sich die Nationalromantik mit monumentaler, fast amerikanischer Kraft verbinden ließ.