Hill House

Hill House, Helensburgh, Schottland
Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5

Der Verleger Walter Blackie ließ Mackintosh alles in seinem Heim entwerfen, vom Haus bis zu Möbeln und Textilien. Außen ist es grau und schottisch wie eine Burg, innen hell und fein. Heute steht das Haus unter einem schützenden Stahlnetz, während es austrocknet.

Walter Blackie, ein Verleger aus Glasgow, kaufte ein Grundstück in Helensburgh an der Mündung des Clyde und beauftragte 1902 Charles Rennie Mackintosh. Mackintosh studierte zunächst das Leben der Familie, bevor er das Haus entwarf, damit die Räume zum Alltag passten. Das Haus wurde 1904 fertiggestellt. Mackintosh und seine Frau, die Künstlerin Margaret Macdonald, schufen auch Möbel, Leuchten, Textilien und Dekorationen.

Äußerlich ist das Haus mit einem grauen, groben Putz, dem „harl“, verputzt und hat einen runden Treppenturm, steile Dächer und wenig Dekoration, wie eine moderne Version des schottischen Herrenhauses. Im Inneren sind die Räume in helle und dunkle unterteilt: Halle und Bibliothek sind dunkel mit Holz, während Salon und Schlafzimmer weiß und hell sind. Mackintosh verwendete stilisierte Rosen, Gittermuster und gerade Linien. Die hohen Stühle mit leiterförmigen Rückenlehnen sind seine bekanntesten Möbel geworden.

Der moderne Zementputz, den Mackintosh verwendete, ließ Feuchtigkeit eindringen, und das Haus hat seit Langem mit Nässe zu kämpfen. 2019 wurde über dem Haus eine durchsichtige Konstruktion aus Stahl und Netz nach Plänen von Carmody Groarke errichtet, damit es austrocknen kann, bevor es restauriert wird. Besucher können auf Stegen um und über das Haus gehen. Hill House wird vom National Trust for Scotland betreut und ist Mackintoshs vollständigstes Wohnhaus.