Charles Rennie Mackintosh

Charles Rennie Mackintosh
James Craig Annan, Public domain

Charles Rennie Mackintosh verband schottische Tradition mit den Rosen und geraden Linien des Jugendstils. Die Glasgow School of Art und das Hill House sind seine Hauptwerke, und seine hohen Stühle wurden zu Ikonen der Moderne.

Charles Rennie Mackintosh wurde 1868 in Glasgow als Sohn eines Polizisten geboren. Er ging bei einem Architekten in die Lehre und studierte abends an der Glasgow School of Art. Dort lernte er Margaret und Frances Macdonald sowie Herbert MacNair kennen; die vier bildeten die Gruppe The Four, die in einem stilisierten, fast abstrakten Stil an Plakaten, Metallarbeiten und Möbeln arbeitete. 1900 heiratete Mackintosh Margaret Macdonald, die zu seiner engen Mitarbeiterin wurde. 1889 war er bei dem Architekturbüro Honeyman and Keppie angestellt worden.

1896 gewann das Büro den Wettbewerb um den Neubau der Glasgow School of Art, und Mackintosh entwarf ihn. Er wurde in zwei Etappen gebaut, 1897–1899 und 1907–1909, mit großen Atelierfenstern und einer Bibliothek aus Holz. Er entwarf das Hill House in Helensburgh für den Verleger Walter Blackie und eine Reihe von Teesalons für Kate Cranston in Glasgow, wo er und Margaret alles gestalteten, von den Möbeln bis zum Besteck. 1900 stellte er in Wien aus und fand dort große Beachtung.

Nach 1910 erhielt Mackintosh in Schottland weniger Aufträge; er zog nach England und später nach Südfrankreich, wo er sich der Aquarellmalerei widmete. Er starb 1928 in London. Zu seinen Lebzeiten fanden seine Arbeiten in Wien und auf dem Kontinent mehr Anerkennung als in seiner Heimat, doch heute gilt er als der bekannteste Architekt Schottlands. Die Glasgow School of Art wurde 2014 und 2018 bei Bränden schwer beschädigt. Seine Möbel werden noch immer hergestellt.