HSBC-Hauptsitz

Norman Fosters Bankgebäude in Hongkong hängt wie eine Brücke an Stahlmasten. In der Mitte gibt es keine Stützen, und das Erdgeschoss ist ein offener Platz, den man direkt durchqueren kann. Ein Spiegel an der Decke des Atriums leitet Sonnenlicht durch das ganze Haus.
Die Hongkong and Shanghai Banking Corporation schrieb 1979 einen Wettbewerb für einen neuen Hauptsitz aus, und Norman Foster gewann. Das Haus wurde 1983–1986 gebaut und war damals das teuerste Gebäude der Welt. Große Teile des Hauses wurden andernorts gefertigt, in Großbritannien, Japan und den USA, und nach Hongkong verschifft. Foster zog bei der Planung auch einen Feng-Shui-Experten zurate.
Die Konstruktion besteht aus acht Stahlmasten, jeweils aus vier Rohren zusammengesetzt, die große Fachwerke auf fünf Ebenen tragen. Die Geschosse hängen in den Fachwerken, sodass die Böden stützenfrei sind. Das Erdgeschoss ist ein offener öffentlicher Platz, von dem aus Rolltreppen hinauf in die Schalterhalle führen. Über der Schalterhalle liegt ein zehn Geschosse hohes Atrium. Ein System aus Spiegeln an der Außenseite und an der Decke des Atriums leitet Sonnenlicht hinein. Die Fassaden zeigen die Stahlkonstruktion deutlich.
Das Haus wurde zu einem Symbol für Hongkongs wirtschaftliche Macht und für die High-Tech-Architektur. Der offene Platz unter dem Haus wird von vielen als Treffpunkt genutzt, besonders sonntags. Foster erhielt 1999 den Pritzker-Preis. Das Gebäude zeigte, wie ein Hochhaus auf neue Weise konstruiert werden konnte, und beeinflusste seine späteren Werke.