Norman Foster

Norman Foster hat eines der größten Architekturbüros der Welt aufgebaut. Seine Bauten, vom HSBC-Gebäude in Hongkong und der Gherkin in London bis zum Reichstagsgebäude in Berlin, verbinden fortschrittliche Technik mit Licht und Offenheit.
Norman Foster wurde 1935 in Stockport bei Manchester in eine Arbeiterfamilie geboren. Mit sechzehn verließ er die Schule, arbeitete im Rathaus von Manchester und leistete seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe. Danach studierte er Architektur an der Universität Manchester und erhielt ein Stipendium für Yale, wo er Richard Rogers kennenlernte. Zurück in England gründeten sie 1963 das Büro Team 4 gemeinsam mit Wendy Cheesman, die Fosters Frau wurde, und Su Brumwell. 1967 gründete Foster sein eigenes Büro.
Fosters frühe Werke, etwa die Versicherungsgesellschaft Willis Faber & Dumas in Ipswich mit einer gebogenen Glasfassade und Gras auf dem Dach sowie das Sainsbury Centre in Norwich, zeigten eine leichte, technische Architektur. Das HSBC-Gebäude in Hongkong, 1983–1986, brachte ihm den internationalen Durchbruch. Er baute den Flughafen Stansted, das Carré d’Art in Nîmes, den Flughafen von Hongkong und die Glaskuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin. In London baute er die Millennium Bridge, den Hof des British Museum und 30 St Mary Axe, genannt Gherkin. Gemeinsam mit dem Ingenieur Michel Virlogeux entwarf er das Viadukt von Millau in Frankreich.
Foster erhielt 1999 den Pritzker-Preis und wurde geadelt. Sein Büro Foster + Partners ist zu einem der größten der Welt gewachsen, mit Aufträgen in vielen Ländern, und beschäftigt sich mit Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Kritiker haben auf Aufträge für autoritäre Regime hingewiesen. Foster gilt als einer der Begründer der High-Tech-Architektur und als einer der einflussreichsten Architekten unserer Zeit.