Portland Building

Michael Graves’ Bürohaus für die Stadt Portland ist ein Kubus mit Fassaden wie ein riesiges Plakat: stilisierte Pilaster, ein kegelförmiger Schlussstein und Bänder aus kleinen quadratischen Fenstern, in Terrakotta, Blaugrün und Cremeweiß. Es war das erste große postmoderne öffentliche Gebäude in den USA.
Die Stadt Portland schrieb 1979 einen Wettbewerb für ein neues Verwaltungsgebäude mit knappem Budget aus. Graves gewann mit einem Entwurf, der billig zu bauen, aber mit Symbolen aufgeladen war: Elemente des Klassizismus, vergrößert und vereinfacht wie in einer Zeichnung. Das Gebäude wurde 1982 fertig und wurde sofort zu einem Symbol der Postmoderne, geliebt und gehasst.
Die Kritik betraf nicht nur die Form. Die kleinen Fenster ergaben dunkle Büros, und das Haus hatte Probleme mit Undichtigkeiten und schlechter Luft. 2017–2020 wurde es gründlich renoviert, mit einer neuen Fassadenverkleidung, die Graves’ Ausdruck bewahrte. Über dem Eingang steht die Skulptur „Portlandia“ von Raymond Kaskey aus dem Jahr 1985, die nach der Freiheitsstatue zweitgrößte Kupferskulptur der USA.