Mingei: das Handwerk des Volkes

Der Philosoph Yanagi Sōetsu erkannte die Schönheit anonymer Gebrauchsgegenstände, und westliche Designer kamen nach Japan, um zu lernen.

Yanagi Sōetsu prägte 1925 das Wort Mingei für das Handwerk des Volkes: anonyme, alltägliche Gegenstände, hergestellt von Handwerkern ohne den Anspruch, Künstler zu sein. Gemeinsam mit den Töpfern Hamada Shōji und Kawai Kanjirō gründete er die Bewegung, und das Japanische Volkskunstmuseum eröffnete 1936.

Der englische Töpfer Bernard Leach arbeitete in Japan und gründete 1920 gemeinsam mit Hamada eine Werkstatt in St Ives. Der Architekt Bruno Taut lebte 1933–1936 in Japan, und Charlotte Perriand reiste 1940 als Beraterin für Industriedesign dorthin.