Berliner Eisen
Schmuck aus schwarzem Gusseisen, den die Preußen in den Befreiungskriegen im Tausch gegen Gold erhielten.
Während des Krieges gegen Napoleon 1813 wurden die Preußen aufgefordert, ihren Goldschmuck an die Staatskasse abzugeben. Im Tausch erhielten sie Schmuck aus Eisen, oft mit der Inschrift Gold gab ich für Eisen.
Der Eisenschmuck wurde zu einer patriotischen Mode und noch lange nach dem Krieg hergestellt. Die schwarze, spitzenartige Form passte sowohl zum Klassizismus als auch zur beginnenden Neugotik.
Material: Gusseisen, schwarz lackiert; teils mit Gold oder Silber
Verarbeitung: In feinen Sandformen gegossen in den Königlichen Eisengießereien in Berlin und Gleiwitz.
Mattschwarze Oberfläche und sehr feine, durchbrochene Details.
Antike Medaillons, gotische Spitzbögen und Blumen.
Die Inschrift „Gold gab ich für Eisen“ auf manchen Schmuckstücken.