Biedermeier-Stuhl

Der Stuhl des bürgerlichen Heims: helles Holz, eine breite Oberkante der Lehne und Beine, die wie Säbel ausschwingen.

Nach den Napoleonischen Kriegen zog sich das Bürgertum in Deutschland und Österreich ins Heim zurück. Die Möbel wurden bequem und schlicht und beruhten auf den Formen des Empire, aber ohne dessen Pomp.

Das Biedermeier wurde zum Vorbild für die Designer des frühen 20. Jahrhunderts, die in den glatten Flächen eine moderne Form vor der Moderne sahen. In Schweden entspricht dem Stil der späte Karl-Johan-Stil.

Material: Kirsche, Birne, Birke oder Nussbaum, oft furniert; gepolsterter Sitz

Verarbeitung: Von Schreinern in den Städten gefertigt; das Rückenbrett wird ausgesägt und das Furnier in großen, glatten Flächen aufgeleimt.

Helle Hölzer mit deutlicher Maserung statt Ornament.

Säbelbeine – die Beine schwingen in einem gleichmäßigen Bogen aus.

Eine breite, gebogene Oberkante der Lehne, manchmal mit einer Leier oder einem fächerförmigen Durchbruch.