Cartier Tank

Cartier Tank, Louis Cartier
Guy Sie, CC BY-SA 2.0

Die rechteckige Armbanduhr, bei der die Gehäuseseiten die Anstöße für das Armband bilden – angeblich von Panzern inspiriert.

Louis Cartier entwarf die Tank 1917, als die Armbanduhr bei Männern die Taschenuhr zu ersetzen begann. Der Firmengeschichte zufolge war die Form von den Panzern an der Westfront inspiriert, von oben gesehen.

Die Tank ist seither in vielen Varianten gefertigt worden und gehört zu den am häufigsten kopierten Uhrenformen. Echte Uhren tragen eine Seriennummer und Cartiers Signatur auf Zifferblatt, Gehäuse und Uhrwerk.

Material: Gold oder Platin, Lederarmband, Krone mit Saphir

Verarbeitung: Gestaltet von Louis Cartier 1917; die Uhrwerke stammten aus der Schweiz, unter anderem von Jaeger-LeCoultre.

Die beiden Längsseiten – Brancards –, an denen das Armband befestigt ist.

Römische Ziffern und eine Minuterie wie ein Eisenbahngleis.

Ein blauer Saphir oder Spinell in der Krone.

Die Tank kam 1919 in kleinen Serien in den Handel. Schon in den 1920er-Jahren folgten Varianten wie die Tank Cintrée (1921), dem Handgelenk angepasst, und die Tank Louis Cartier (1922) mit weicheren Ecken.

Die Längsseiten des Gehäuses, Brancards genannt, laufen über das Zifferblatt hinaus und werden zu den Anstößen für das Armband, sodass Gehäuse und Band eine Einheit bilden. Die Krone ziert ein Cabochon-Stein, meist in Blau.

Rechteckiges Gehäuse, römische Ziffern am Rand, ein Minutenkreis innerhalb der Ziffern und blau angelassene Zeiger. Bei vielen Zifferblättern ist Cartiers Name in eine der Ziffern eingeschrieben, eine versteckte Signatur.

Zu den frühen Varianten gehören die Tank Chinoise (1922) und die Tank Basculante (1932), deren Gehäuse sich wenden lässt. Must de Cartier, Américaine und Française haben hier eigene Seiten.

Ältere Tank-Modelle aus Cartiers Werkstätten in Paris, London und New York unterscheiden sich in Details und Signaturen. Fälschungen sind häufig; Seriennummer, Signaturen und die Qualität des Werks entlarven sie.