Puppenschrank
Ein Schrank mit einem ganzen Haushalt in Miniatur – ein Sammlerobjekt für Erwachsene im 17. Jahrhundert, kein Kinderspielzeug.
In den Niederlanden und in Deutschland ließen wohlhabende Familien im 17. Jahrhundert Schränke mit Miniaturhaushalten bauen. Sie waren teure Sammlerobjekte, und eines der bekanntesten, das von Petronella Oortman, kostete fast so viel wie ein richtiges Haus.
Die Nürnberger Puppenschränke dienten auch dazu, Mädchen beizubringen, wie ein Haushalt zu führen war. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Puppenschrank zu einem gewöhnlichen Kinderspielzeug.
Material: Eiche oder Nussbaum, Silber, Porzellan, Textilien
Verarbeitung: Der Schrank wurde von Schreinern gebaut; die Miniaturen wurden bei Silberschmieden, Glasbläsern und anderen Handwerkern in Auftrag gegeben.
Ein Schrank mit Türen, kein Haus mit Fassade.
Objekte in exakter Miniatur: Silber, Porzellan, Gemälde und Bücher.
Die Räume sind wie ein wirklicher Haushalt eingerichtet, mit Küche, Vorratsraum und Salon.