Trinkkanne aus Silber
Das Statussymbol des schwedischen Barock: eine schwere Silberkanne auf Kugelfüßen, oft mit eingelegten Münzen oder gravierten Wappen.
Die Trinkkanne gehörte zu den häufigsten Objekten im Silber des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Sie wurde bei Festmählern benutzt und zu Hochzeiten und Jubiläen geschenkt.
Silber war auch eine Möglichkeit, Geld anzulegen: Die Kanne ließ sich bei Bedarf einschmelzen. Die erhaltenen Stücke zeigen daher oft Spuren von Reparaturen und Besitzerwechseln.
Material: Silber, getrieben und gegossen, innen oft vergoldet
Verarbeitung: Der Korpus wurde aus einem Blech getrieben; Füße, Daumenrast und Henkel wurden gegossen und angelötet.
Drei Füße in Form von Kugeln, Granatäpfeln oder liegenden Löwen.
Eine Daumenrast am Deckel, mit der sich die Kanne einhändig öffnen lässt.
Stempel an der Mündung oder unter dem Boden: Stadt, Meister und Jahresbuchstabe.