Gänsekiel
Eine Feder aus dem Flügel, zugeschnitten und gespalten – über tausend Jahre lang das Schreibgerät Europas.
Der Federkiel wurde in Europa vom frühen Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet. Die besten stammten von den äußeren Schwungfedern der Gänse und wurden so zugeschnitten, dass sie in der Hand des Schreibers lagen.
Das Wort „penknife“ („Federmesser“) kommt von dem Messer, mit dem der Kiel zugeschnitten wurde. Die Stahlfeder verdrängte den Federkiel in den 1830er- und 1840er-Jahren.
Material: Federkiel, meist von der Gans
Verarbeitung: Der Kiel wurde in heißem Sand oder heißer Asche gehärtet und mit einem Federmesser zugeschnitten; die Spitze musste oft neu geschnitten werden.
Ein schräg geschnittener Schaft mit gespaltener Spitze.
Die Fahne oft abgeschnitten – der federgeschmückte Kiel ist meist nur ein Bild.
Spuren von Eisengallustinte, die Löcher ins Papier fressen kann.