Schwabacher

Eine breitere, rundere gotische Schrift, die zur Druckschrift der deutschen Reformation wurde.
Die Schwabacher wurde in Luthers Bibel und in Unmengen von Flugblättern im 16. Jahrhundert verwendet. Sie wurde allmählich von der Fraktur abgelöst, lebte aber als Auszeichnungsschrift fort. Beispiele befinden sich im Gutenberg-Museum in Mainz.
Material: Lettern aus Blei, Zinn und Antimon; Papier
Verarbeitung: Stempel wurden in Stahl graviert, in Matrizen aus Kupfer geschlagen und die Lettern im Handgießinstrument gegossen.
Das runde, fast doppelstöckige g und das geschlossene o.
Die Buchstaben sind breiter und weicher als bei der kantigen Textura.