Teeurne aus Sheffield Plate
Der klassizistische Teetisch für das wachsende Bürgertum: Kupfer mit einer dünnen aufgeschmolzenen Silberschicht.
Thomas Boulsover in Sheffield entdeckte in den 1740er-Jahren, dass sich Silber und Kupfer verschmelzen und gemeinsam auswalzen ließen. Sheffield Plate sah aus wie Silber, kostete aber nur einen Bruchteil.
Im Klassizismus wurden Leuchter, Tabletts und Teeurnen in großen Serien gefertigt. Die Galvanisierung ab den 1840er-Jahren verdrängte die Technik, weshalb echtes Sheffield Plate fast immer aus der Zeit vor 1850 stammt.
Material: Sheffield Plate – Kupfer mit beidseitig aufgewalztem Silber
Verarbeitung: Ein Kupferblock mit Silberplatten wurde erhitzt, bis sie verschmolzen, und dann in Sheffield und Birmingham zu Blech ausgewalzt.
Wo das Silber abgerieben ist, zeigt sich die rötliche Kupferschicht – „bleeding“.
Ränder, die umgelegt oder mit Silberdraht verdeckt sind, damit das Kupfer nicht zu sehen ist.
Keine offiziellen Silberstempel, nur die Marke des Herstellers oder gar keine.