Swatch

Swatch, Ingenieure bei ETA in Grenchen
MHM55, CC BY-SA 4.0

Die Plastikuhr, die die Schweizer Uhrenindustrie rettete.

Als billige Quarzuhren aus Japan und Hongkong Ende der 1970er-Jahre den Markt eroberten, geriet die Schweizer Uhrenindustrie in Bedrängnis. Ingenieure bei ETA entwickelten eine Uhr mit sehr wenigen Teilen, die sich vollständig maschinell fertigen ließ.

Die Swatch kam 1983 auf den Markt. Durch den Wechsel von Muster und Farbe in jeder Saison wurde aus einer billigen Uhr ein Sammelobjekt.

Material: Kunststoff, Quarzwerk

Verarbeitung: Das Uhrwerk wird direkt im Gehäuse befestigt; der Deckel wird mit Ultraschall verschweißt und lässt sich nicht öffnen.

Wenige Teile: etwa fünfzig, deutlich weniger als in einer gewöhnlichen Uhr.

Gehäuse und Armband in farbigem Kunststoff.

Jede Saison ein neues Design – die Uhr wurde zum Modeobjekt.

Die Ingenieure Elmar Mock und Jacques Müller reduzierten die Zahl der Teile auf 51, deutlich weniger als bei einer gewöhnlichen Uhr. Das Werk sitzt direkt im Kunststoffgehäuse, das per Ultraschall verschweißt wird und sich nicht öffnen lässt; die Batterie wird über eine Klappe im Gehäuseboden gewechselt.

Die Swatch rechnete sich und rettete Arbeitsplätze in einer Uhrenindustrie, die ihren Markt an billige Quarzuhren aus Asien zu verlieren drohte.

Einteiliges Kunststoffgehäuse ohne Schrauben, Kunststoffarmband, das direkt am Gehäuse befestigt ist, und oft bedruckte Muster auf Zifferblatt und Armband.

Swatch hat Künstleruhren herausgegeben, unter anderem von Keith Haring, sowie besondere Serien, die gesammelt werden. Name und Code der Uhr stehen auf dem Gehäuseboden und auf der Verpackung.