Windsor-Stuhl
Der Sprossenstuhl, bei dem alles im dicken Sitz steckt: Beine von unten, Sprossen und Lehne von oben.
Der Windsor-Stuhl entstand in der Gegend um High Wycombe und Windsor Anfang des 18. Jahrhunderts. Er wurde von Stuhlmachern gebaut, die im Wald mit frischem Holz arbeiteten und die Beine auf der Wippdrehbank drehten.
Die Konstruktion war so stabil und billig, dass sich der Stuhl über die gesamte englischsprachige Welt verbreitete. In Nordamerika wurde er zum häufigsten Stuhl des 18. Jahrhunderts, und Sprossenstühle nach demselben Prinzip gibt es auch in Skandinavien.
Material: Ulme im Sitz, Buche oder Esche in den Beinen, gebogene Esche oder Eiche im Bogen
Verarbeitung: Der Sitz wird mit Dechsel und Zugmesser ausgehöhlt; die Beine werden gedrechselt, und die Sprossen werden gespalten und in gebohrte Löcher gezapft.
Sprossen und Beine sitzen direkt im Sitz – es gibt keine Zarge.
Der ausgehöhlte, sattelförmige Sitz.
Gedrechselte Beine mit einer H-förmigen Verbindungsstrebe.