Carl Milles

Schwedens bekanntester Bildhauer.
Carl Milles schuf Brunnen und Denkmäler in Schweden und in den USA. In der Millesgården auf Lidingö sind viele seiner Werke versammelt.
Carl Milles wurde 1875 in Vagnhärad in Södermanland geboren und hieß ursprünglich Carl Andersson. Er machte eine Tischlerlehre und studierte an der Tekniska skolan in Stockholm. 1897 reiste er nach Chile, um dort zu arbeiten, blieb aber in Paris. Dort schlug er sich mit verschiedenen Handwerksarbeiten durch, studierte Bildhauerei und kam mit Rodins Werkstatt in Berührung.
1905 heiratete er die österreichische Malerin Olga Granner. Im Jahr darauf begannen sie, ihr Heim auf Lidingö zu bauen, die Millesgården, die er dann sein Leben lang mit Terrassen, Treppen und Skulpturen erweiterte.
Milles' großer Durchbruch in Schweden kam in den 1910er- und 1920er-Jahren. Er schuf die große Statue Gustav Vasas im Nordiska museet (Nordisches Museum) und den Poseidon am Götaplatsen in Göteborg, der 1931 eingeweiht wurde. Der Orpheusbrunnen vor dem Konzerthaus in Stockholm wurde 1936 fertig. Seine Figuren wurden mit der Zeit immer langgestreckter und leichter, als schwebten sie. Er liebte es, Skulptur und Wasser in Brunnen zu verbinden.
1931 zog er in die USA, wo er zwanzig Jahre an der Cranbrook Academy of Art in Michigan lehrte. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger und schuf viele Brunnen und Denkmäler in amerikanischen Städten, darunter „Das Zusammentreffen der Wasser“ in Saint Louis.
Die letzten Jahre verbrachte er größtenteils in Rom. Er starb 1955 in der Millesgården. Bereits 1936 hatten er und Olga das Heim dem schwedischen Volk geschenkt. Die Millesgården ist heute Museum und Skulpturenpark, und Milles gilt als Schwedens international bekanntester Bildhauer.