Jugendstil und Art nouveau
Geschwungene Pflanzenlinien in Glas, Schmiedeeisen und Möbeln – eine Stilrichtung, die Kunst und Alltag verbinden und den Historismus hinter sich lassen wollte.
Der Jugendstil hatte viele Namen: Art nouveau in Paris und Brüssel, Jugendstil in Deutschland, Secession in Wien, Modernismo in Barcelona. Gemeinsam war der Wille, einen neuen, eigenen Stil zu schaffen, statt alte zu kopieren.
Victor Horta in Brüssel und Hector Guimard in Paris bauten Häuser und Metroeingänge mit wogendem Eisen. Émile Gallé und Louis Comfort Tiffany schufen Glas in Gestalt von Pflanzen und Insekten, René Lalique Schmuck aus Gold, Email und Glas.
In Glasgow und Wien wurde der Stil strenger und geometrischer. Charles Rennie Mackintosh entwarf hohe, schmale Stühle, und die 1903 von Josef Hoffmann und Koloman Moser gegründete Wiener Werkstätte gestaltete alles vom Besteck bis zu ganzen Häusern.
- Ein Stil mit vielen Namen
- Mucha, das Plakat und die Zeitschriften
- Horta, Guimard und Gaudí – das Eisen wird zur Pflanze
- Das Glas und der Schmuck: Nancy, New York und Lalique
- Glasgow und Wien – die gerade Linie
- Darmstadt, München und van de Velde
- Jugendstil im Norden
- Genauer betrachtet: Palais Stoclet in Brüssel
- Vergessen, abgerissen und wiederentdeckt – der Jugendstil in den Augen der Nachwelt
- Charles Rennie Mackintosh
- Margaret Macdonald
- Émile Gallé
- Louis Comfort Tiffany
- René Lalique
- Josef Hoffmann
- Koloman Moser
- Victor Horta