Edo: die fließende Welt

Im abgeschlossenen, friedlichen Japan blühte die Kultur der Städte auf – Holzschnitt, Kabuki, Rinpa und Porzellan für die Welt.

Das Tokugawa-Shogunat regierte Japan über 250 Jahre des Friedens von Edo, dem heutigen Tokio, aus. Das Land schottete sich nahezu vollständig von der Außenwelt ab; nur Holländer und Chinesen durften in Nagasaki Handel treiben.

In den Städten entstand eine wohlhabende Kaufmannsschicht. Ihre Vergnügungswelt – Theater, Teehäuser und Vergnügungsviertel – hieß Ukiyo, die fließende Welt, und wurde im Farbholzschnitt, dem Ukiyo-e, von Harunobu, Utamaro, Hokusai und Hiroshige festgehalten.

Die Rinpa-Schule mit Sōtatsu und Kōrin schuf dekorative Bilder in Gold und klaren Farben. Itō Jakuchū malte Hähne und Blumen mit erstaunlicher Präzision, und das Porzellan aus Arita – Imari und Kakiemon – wurde nach Europa exportiert.