Die Romantik

Gefühl, Natur und das Erhabene lösten die Vernunft als Leitbild ab.

Die Romantik war eine Reaktion auf die Vernunftgläubigkeit der Aufklärung und das Nützlichkeitsdenken der Industrialisierung. Die Künstler suchten das Erhabene – das, was zugleich erschreckt und anzieht – in Stürmen, Gebirgen und Ruinen.

Caspar David Friedrich malte einsame Gestalten vor gewaltigen Landschaften. Turner löste Licht und Dampf in wirbelnde Farbe auf. Goya und Géricault zeigten die Schrecken von Krieg und Katastrophe, und Delacroix malte Leidenschaft, Revolution und exotische Motive.

Die Romantik weckte auch das Interesse an der Geschichte, dem Volksleben und den Mythen des eigenen Landes. Im Norden entstand eine nationalromantische Bildwelt mit altnordischen Göttern, Sagen und vaterländischer Natur.